Die Idee entstand aus meinem Hobby, nämlich "Gaming" und wurde nun zu einem Social-Media-Format: Ich will öffentlich dokumentieren, wie ein Game-Dev-Projekt mit KI entsteht, ohne AI-Slop! Ob's mir gelingt? Ich weiß nicht. Auf jedenfall komplett ungefiltert. Mit dem ganzen Chaos am Anfang. Denn genau da hängen die meisten ja fest.
Meine erste Version habe ich gerade als grobes MVP von KI bauen lassen. Die Basis-Regeln sind bewusst simpel und nah an dem Card-Game Klassiker "Hearthstone": 30 Leben, Karten kosten Mana und jede Runde gibt es 1 Mana mehr, beginnend bei 1.
Klingt klar. Bis man merkt, was alles dranhängt. Kartentypen, Effekte, Sound SFX, Balancing, Spielfeld, Rundenlogik, Decks, UI, Artworks. Und plötzlich fragt man sich: Was baue ich zuerst? Oder schreibe ich doch lieber 80 Seiten Konzept, damit ich mich produktiv fühle?
Ich glaube inzwischen, dass zu viel Theorycrafting am Anfang wenig bringt. Zumindest bei mir. Ideen entstehen oft erst, wenn ich etwas vor mir habe, woran ich mich reiben kann. Also lasse ich die KI bauen, frage nach Vorschlägen und merke beim Ausprobieren, was wirklich Sinn ergibt um so am Ende auf eigene Ideen zu kommen, die meinen Fingerprint wiederspiegeln.
Ein echter Game Designer würde hier sicher viel strukturierter vorgehen. Ich bin eher im Modus: bauen, testen, irritiert sein, umbauen, weiterdenken.
Für das Projekt nutze ich ChatGPT Codex, weil ich Code und visuelle Kartendesigns möglichst nah beieinander haben will. Mit ChatGPT Images 2.5 hat OpenAI dafür auch eine starke Bild-KI im eigenen Ökosystem. Gerade bei einem Kartenspiel ist die Optik schließlich ein riesiger Teil des Erlebnisses.
Und da sind wir direkt bei der nächsten Kontroverse: Ist es „AI Slop“, wenn man Kunstideen von KI zeichnen lässt?
Ich verstehe die Kritik. Besonders wenn Künstlerstile einfach kopiert werden. Die ethische Frage sollte man nicht ignorieren.
Gleichzeitig finde ich das pauschale Abwerten und benutzen von "AISlop" zu einfach. Ich bin kein Künstler auf Papier. Eher Künstler im Kopf :D Ich kann mir Welten, Figuren und Stimmungen vorstellen, aber nicht sauber zeichnen. Wenn KI diese Gedanken sichtbar macht, ist das für mich erstmal ein Werkzeug.
Entscheidend ist doch, ob daraus etwas Eigenes entsteht oder man nur bekannte Optiken zusammenwürfelt.
Ich werde die Reise weiter dokumentieren, inklusive allen Ups and Downs. Wenn euch das interessiert, folgt mich hier gerne auf den Social-Media-Kanälen eurer Wahl: https://linktr.ee/aiwayke
Wie geht ihr solche Projekte an? Erst sauber planen und dann bauen? Oder gibt es hier noch mehr Leute, die sich erstmal von KI-Vorschlägen berieseln lassen und daraus ihre eigene Kreativität entwickeln?
LG und einen guten Start ins Wochenende Chris
