Denn Jack Dorsey hat im Juli ein Tool gebaut, in dem KI-Agenten keine Bots sind, sondern vollwertige Mitglieder im Channel.
Von außen sieht das Ganze aus wie Slack oder Discord. Channels, Threads, DMs, Dateien hin und her schieben, Gruppen für Projekte. Der Unterschied kommt in dem Moment, wo ihr jemanden in eine Gruppe einladet, der kein Mensch ist. Ihr hängt euren Coding Harness der Wahl dran, z. B. Claude Code, oder Codex und danach sitzt der Agent im selben Channel wie eure Leute. Er liest mit, übernimmt Aufgaben, arbeitet sie autonom ab, schickt Dateien zurück und stimmt sich mit den Agenten der Kollegen ab. Was er darf, legt ihr über Permissions fest, damit euch das nicht um die Ohren fliegt.
Für den Einzelunternehmer reicht die Arbeit mit einem gängigen Coding-Harness (opencode, claude code, codex usw.) Sobald aber vier Leute am selben Projekt sitzen, hat jeder seinen eigenen Agenten mit seinem eigenen Kontext, und keiner weiß, was der andere gestern gebaut hat. Da liegt für mich der Reiz an Buzz. Der Agent der Vertrieblerin kennt die Kundenhistorie, der des Entwicklers die Codebasis, und im gemeinsamen Channel können sich die beiden endlich abstimmen, statt dass ihr Wissen in getrennten Fenstern versauert.
Den Hype mache ich trotzdem nicht komplett mit. Open Source und selbst hostbar klingt datenschutzseitig erst mal stark, aber sobald euer Agent an Claude oder GPT hängt, gehen die Inhalte weiterhin an einen US-Anbieter, außer ihr betreibt im Team ausschließlich lokale LLM's.
Trotzdem ist der Ansatz super spannend und er lässt produktive Teamarbeit immer weiter mit KI verschmelzen. Einzelne Leute mit einzelnen Agenten werden daher sehr bald nicht mehr State of the Art sein.
Und damit kommt gut durch die Woche! Gruß, Chris
